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Biomonitoring der Betriebshefen in praxi mit Verfahren. Mitteilung VI: Zellzahl- und Zellvolumenanalysen
Hutter, K.-J., und Schrfe, J.

Biotechnologische Prozesse stellen ein komplexes biologisches System dar, bestehend aus mikrobiellen Zellen, die durch ihre chemische und physikalische Umgebung direkt beeinflu?t werden. Zur Kontrolle solcher Prozesse sind Beobachtungen des Zellzustandes w?hrend der Kultivierung erforderlich. Zu einem effizienten Biomonitoring eignen sich schnelle und direkte elektronische Zellvolumen- und flu?zytometrische Me?verfahren. Das Zellvolumen von Saccharomyces-Hefen ist stammspezifisch, allerdings morphologisch sehr heterogen. Die Zellgr??e einer statischen Kultur ?ndert sich mit den Wachstums- und Milieubedingungen. Dabei erschwert die Polyklonalit?t der Heferassen die morphologische Zuordnung. Mutterzellen bilden unter N?hrsubstratmangel kleine Tochterzellen, diese m?ssen zun?chst ein Gr??enwachstum (critical size) absolvieren, bevor sie den Zellzyklus initiieren k?nnen. Mutterzellen mit gro?en Tochterzellen k?nnen hingegen unter g?nstigen Wachstums- und Milieubedingungen sofort einen Zellzyklus beginnen. Die Differenzierung der Hefezellen in Zellzyklusphasen dr?ckt sich auch durch ihre heterogene Gr??enverteilung in der Population aus. Diese Gr??enklassen entsprechen Hefezellen mit unterschiedlichem Alter. Die Charakterisierung einer Zellpopulation nach dem Alter w?re f?r die Regelung und Steuerung der G?rung und Reifung sowie der Hefegewinnung von gro?er Bedeutung. Die elektronische Zellvolumen- und Kernvolumenmessung wurde mit entsprechenden flu?zytometrischen Daten an unterg?rigen und oberg?rigen Hefen verglichen.

Descriptors: Zellzhlung

Monatsschrift fr Brauwissenschaft 50, Nr. 1/2, 4 -11, 1997